Im Jahr 1806 schlossen Meriwether Lewis und William Clark eine zweijährige Expedition ab, bei der sie 8.000 Meilen durch Stromschnellen, Berge, Wälder und Schluchten zurücklegten. Ihre Reise begann und endete in St. Louis, Missouri, und führte sie durch die im Rahmen des Louisiana-Kaufs erworbenen Gebiete.  

Lewis und Clark sowie die Mitglieder ihrer Expedition, des „Corps of Discovery“, werden oft als mutige Entdecker, begabte Wissenschaftler und friedliche Botschafter in Erinnerung behalten. Doch was, wenn mehr hinter dieser Geschichte steckt?  

Der Journalist und Historiker Craig Fehrman hat fünf Jahre lang mehr als 30 Archive durchforstet, über 100 Zeitzeugen befragt und mündliche Überlieferungen gesammelt, um sein neuestes Werk „This Vast Enterprise: A New History of Lewis & Clark“ zu verfassen. Anhand von bisher unbekannten Dokumenten und eigenen Analysen lenkt Fehrman den Fokus weg von dem bekannten Duo Lewis und Clark und liefert eine neue, umfassendere Darstellung.  

Fehrman erörtert, wie man die Expedition aus der Sicht anderer Personen, die zu ihrem Erfolg beigetragen haben, neu beleuchten kann. Er vermittelt die Perspektiven bekannter Figuren wie der Shoshone-Dolmetscherin Sacajawea, aber auch bisher unbekannte Geschichten, beispielsweise die von John Ordway, einem Soldaten aus der Arbeiterklasse, der gegen Grizzlys kämpfte und den Lastkahn der Gruppe zog.  

In seinem ersten Buch, „Author in Chief: The Untold Story of Our Presidents and the Books They Wrote“, untersuchte Fehrman, wie die Bücher der Präsidenten deren Ambitionen offenbarten, Wahlen beeinflussten und die öffentliche Wahrnehmung prägten. Das „Wall Street Journal“ bezeichnete es als „eines der besten Bücher über das Amt des US-Präsidenten, die in den letzten Jahren erschienen sind“.