Die nach europäischen Volksmärchen adaptierten Geschichten handeln oft vom Streben nach Reichtum, Ansehen und Romantik. Im Gegensatz dazu stehen in indigenen Erzählungen die Beziehungen zu anderen Lebewesen im Vordergrund. Im Einklang mit dem indigenen Gebot, das Land, die Tiere und andere Lebewesen in den Mittelpunkt zu stellen, zeugt Julie Buffaloheads Werk von einem „rematriierten“ Ansatz des Geschichtenerzählens, der auf indigenen Werten basiert und die Liebe zu Wesen jenseits des eigenen Selbst zum Ausdruck bringt.
Julie Buffalohead (geb. 1972), Angehörige des Ponca-Stammes aus Oklahoma, schafft visuelle Erzählungen, in deren Mittelpunkt das Geschichtenerzählen der Ureinwohner steht.„Stories of Becoming“präsentiert eine neue Serie von Buffalohead, in der sie Tiere aus indigenen Erzählungen mit den oft widersprüchlichen Geschichten der europäischen Folklore verbindet, um die Lehren, die der Jugend und unseren Gemeinschaften auferlegt werden, neu zu interpretieren. Neben diesen visuellen Erzählungen setzt sich Buffalohead mit Bildern zeitgenössischer Weiblichkeit und Jugend auseinander und stellt dabei traditionelle und moderne Beschützerinnen und Anführerinnen dar.
Während Eltern die Geschichten, die sie an ihre Kinder weitergeben, verändern und aktualisieren, rückt Buffalohead jene Geschichten wieder in den Mittelpunkt, an denen indigene Gemeinschaften festhalten müssen – jene, die von den Geistern und Schutzkräften erzählen, die im heutigen Leben noch immer präsent sind, jene, die daran erinnern, sich um die Gemeinschaft zu kümmern, und jene Geschichten des Leids, die die Geschichte der Widerstandsfähigkeit der indigenen Völker geprägt haben. InStories of Becoming verankert Buffalohead ihre Darstellungen im Raum und in einer klarer definierten Landschaft und verleiht den indigenen Geschichten Realität, Authentizität und Gültigkeit, lässt dabei aber dennoch Raum für Humor.
Buffalohead erwarb ihren BFA am Minneapolis College of Art and Design in Minneapolis, Minnesota, und ihren MFA an der Cornell University in Ithaca, New York. Sie erhielt zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien, darunter das Stipendium der Pollock-Krasner Foundation, das Stipendium der Joan Mitchell Foundation für Maler und Bildhauer sowie das Guggenheim-Stipendium.
—Kendra R. Greendeer, Ph.D., Angehörige der Ho-Chunk und der Red Cliff Band of Lake Superior Ojibwe, Ihlenfeld-Kuratorin für Gemeinschafts- und Community-Ausstellungen, Weisman Art Museum
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Bevorstehende JCCC-Feiertage:
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