Noch bevor der Bürgerkrieg ausbrach, befanden sich Missouri und Kansas bereits im Krieg – Entdecken Sie bei „Drop-In History: Border War“ die lokalen Auswirkungen einer nationalen Krise, als an der Grenze zwischen den beiden Staaten die Befürworter und Gegner der Sklaverei aufeinanderprallten. Die Veranstaltung beginnt mit einem Teil zur selbstständigen Besichtigung, bei dem die Gäste durch die historischen Alexander-Majors-Haus-Museen schlendern, mit den Referenten ins Gespräch kommen und eine nur an diesem Tag gezeigte Mini-Ausstellung über den Grenzkrieg entlang der Grenze zwischen Missouri und Kansas besichtigen können. Um 18:30 Uhr folgt dann ein Vortrag von Paul A. Thomas und Matt M. Matthews über eine zusammengewürfelte Gruppe militanter Kämpfer aus Kansas, die als „Red Legs“ bekannt waren.
Beschreibung des Vortrags: Während des amerikanischen Bürgerkriegs streifte eine zusammengewürfelte Gruppe militanter Kämpfer aus Kansas, bekannt als die „Red Legs“, an der Grenze zwischen Kansas und Missouri umher. Doch obwohl sie vordergründig der Union treu ergeben waren, handelte es sich bei diesen Kämpfern in Wirklichkeit eher um eine Ad-hoc-Terrororganisation, die versuchte, aus dem Krieg Profit zu schlagen, indem sie im Namen der Union raubte und stahl. Angeführt von Captain George H. Hoyt (vielleicht besser bekannt als der abolitionistische Anwalt, der im Prozess „Virginia gegen John Brown“ als Verteidiger auftrat) und – im Hintergrund – dem berüchtigten Jayhawker Charles „Doc“ Jennison wüteten die Red Legs von 1862 bis 1863 entlang der Grenze zwischen Kansas und Missouri. Während ihrer kurzen Schreckensherrschaft war jeder Mann, der ihnen über den Weg lief – sei es ein Loyalist oder ein Rebell –, ein potenzielles Ziel. Tatsächlich war der Schaden, den die „Red Legs“ anrichteten, schwerwiegend, und ihre Übergriffe waren einer der Gründe, warum Quantrill im August 1863 die Stadt Lawrence geplündert haben soll. In diesem Vortrag werden Paul A. Thomas und Matt M. Matthews viele der Geheimnisse der „Red Legs“ lüften und aufzeigen, wer diese Männer waren und warum sie taten, was sie taten.
Paul A. Thomas ist Bibliothekswissenschaftler an der University of Kansas und hat an der Emporia State University in Bibliotheks- und Informationsmanagement promoviert. Seit langem fasziniert ihn die Geschichte von Kansas während der Territorial- und Bürgerkriegszeit. Sein erstes Buch, „Haunted Lawrence“ (2017), befasste sich mit der paranormalen Folklore rund um Lawrence, Kansas.
Matt M. Matthews ist ein ehemaliger Militärhistoriker am Combat Studies Institute (CSI) der US-Armee und ein ehemaliger leitender Militäranalyst der US-Armee. Matthews ist Autor mehrerer Veröffentlichungen bei CSI Press und hat zudem zahlreiche wissenschaftliche Artikel über den Bürgerkrieg in der Region westlich des Mississippi mitverfasst.
Diese kostenlose Veranstaltung ist die fünfte von sechs kostenlosen Veranstaltungen der Wornall/Majors House Museums im Rahmen von „America 250“, die vom Missouri Humanities Council finanziert werden.
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